A LITTLE HAIR STORY // MY SOS (WINTER) HAIR ROUTINE

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Illustration: Rainer Metz

Wer mich kennt, der weiß, dass ich normalerweise bei einem Beautyprodukt bleibe, wenn ich es richtig gut finde. Doch manchmal verändern sich Haut und Haar in bestimmten Phasen und plötzlich hat man gänzliche neue Probleme und muss seine liebgewonnene Routine umstellen. So geht es mir seit ein paar Monaten mit meinen Haaren. Ich hatte schon nach der Geburt von Luca vor drei Jahren mehrere Monate ganz schlimmen Haarausfall. Nicht nur ein bisschen, sondern büschelweise sind mir die Haare hormonbedingt am ganzen Kopf und besonders um die Gesichtspartie herum ausgegangen. Ich trug auf beiden Seiten Geheimratsecken, die ungefähr 10 Zentimeter groß waren. Sehr unschön – aber irgendwie nicht vermeidbar. It comes with the package und so habe ich mich schnell damit abgefunden, als es bei Alma im dritten/vierten Monat genauso wieder losging. Leider zieht Alma zudem auch noch wirklich sehr gerne an meinen Haaren, sodass diese nun schon an mehreren Enden ziemlich brüchig oder sogar abgerissen sind.

Ich kann inzwischen gleichsam zuschauen, wie meine Haare dünner werden und gestresster sind. Mit offenen, gestylten Haaren kann ich es noch ganz gut verbergen, aber schnelle Frisuren, wo meine Haare aus dem Gesicht gebunden sind, wie ein Pony Tail oder Halfbun gehen mittlerweile nicht mehr, ohne dass ich auf mein Problem angesprochen werde. Zum Glück ist es mittlerweile so kalt draußen, dass ich ziemlich häufig zu meiner Mütze greifen kann.

Und als wäre all das nicht genug, wird meinen Haaren jetzt, in der Wollpulli- und Schalzeit, noch mal richtig zugesetzt. Durch die permanente Reibung im Nacken und an der Wolle, werden meine Spitzen extratrocken und verfilzen meine Haare zu kleinen Vogelnestern im Nacken. Es ist wirklich zum Haareraufen!

Vor ein paar Wochen konnte ich es mir nicht mehr mit ansehen und ging kurzentschlossen zum Frisör, um mich von 10 Zentimetern in den Längen zu trennen und einen Neustart zu wagen. Da kam ich dann auch wieder in Berührung mit den Produkten von Aveda, die ich mit Anfang Zwanzig sehr gerne und regelmäßig benutzt habe. Sie machten meine strubbeligen naturgewellten Haaren erstmals richtig glatt und glänzend. Und genau das Gefühl hatte ich nach diesem Frisörbesuch auch wieder – auch noch Tage nach dem Waschen. Ich merkte, wie meine Haare sich direkt wieder griffiger und stärker anfühlten und sich in den Enden nicht so aufrieben, wie zuvor. Durch all die Strapazen wurde mein Haar so in Mitleidenschaft, dass es gefühlt einen Schutzmantel brauchte, um sich zu erholen. Also habe ich vor einigen Wochen meine Haarroutine etwas umgestellt und mache erst mal eine Pause von meiner bisher verwendeten Naturprodukten. Meine Wahl fiel auf einen Klassiker, die Damage Remedy™ Systempflege, die Haare vor möglichst vielen Schäden schützen soll: durch Umwelt, Hitze, chemische und mechanische Einflüsse. Und bislang enttäuscht die Serie mich nicht. Meine Haaren lassen sich viel leichter durchkämmen, wodurch ich im besten Fall ein paar weniger Haare verliere und sie sind vor meinen regelmäßigen Stylingsessions mit dem Lockenstab gut vor Hitze und Haarbruch geschützt.

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Aber nun kurz etwas zu meiner aktuellen Routine:

Ich wasche mir nur alle 5-7 Tage meine Haare, das war schon immer so und ich bin froh, dass es auch nicht öfter sein muss. Außer ich habe beim Sport geschwitzt oder war Schwimmen. Das Restructuring Shampoo der Damage Remedy Serie ist aber sanft genug, um es auch täglich anzuwenden. Es ist mit Babassunuss- und Kokosnussöl, sowie mit Quinoa-Protein angereichert, und soll strukturgeschädigte Haare sanft von Schadstoffen befreien, wieder kräftigen und aufbauen. Weniger ist auf jeden Fall mehr: ich verwende nur eine walnussgroße Menge Produkt und schäume auch nur die Kopfhaut mit einer kleinen Massage ein. Die Längen bekommen beim Ausspülen genug Shampoo ab und sollen nicht extra strapaziert werden.

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Danach verwende ich das Intensive Restructuring Treatment, um meinen Haaren eine Extraportion Pflege zu geben. Ich verteile die Maske gut in den Längen und lasse mir so viel Zeit, wie ich kann, um sie einwirken zu lassen. Das hängt immer davon ab, wie lang es Alma zum Beispiel in der Wippe vor der Badewanne aushält und wie gut meine Bespaßung funktioniert. Aber: Je länger man sie einwirken lassen kann, desto besser!

Die Haarmaske versiegelt den Haarschaft und glättet gestresstes Haar mit Rizinusöl, Jojobaöl und Wiesenschaumkrautkernöl und Quinoa-Protein – es wird dadurch wieder schön glänzend und geschmeidig und wirkt optisch insgesamt schon deutlich gesünder.

Conditioner wird oft unterschätzt. Ich vergesse ihn zugegebenermaßen auch sehr häufig, wenn es schnell gehen muss, aber: er schließt die Schuppenschicht nach dem Prozess des Waschens wieder und macht das Haar schön glänzend und leichter kämmbar.

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Nach dem Haarewaschen drücke ich meine Haare nur leicht aus – auf keinen Fall auswringen! – und wickel sie locker in ein Handtuch. Dann gebe ich eine münzgroße Menge Leave-in Treatment, das ich früher schon mal verwendet habe, in meine Haarlängen und kämme sie mit der tollen No. 1 Brush von Michael Van Clarke durch. Die ist viel besser als jeder Tangle Teezer und befreit die Haare von allen lästigen Knötchen. Das enthaltene Weizenprotein soll den Schopf vor Schädigungen, die durch Hitzeeinwirkung beim Föhnen oder Stylen mit dem Lockenstab oder Glätteisen bis 230°C entstehen, schützen. Sojaöl macht das Haar wieder schön leicht kämmbar. Und der dezente Geruch von Bergamotte, Mandarine und Ylang Yang rundet das Ergebnis ab. Er beschwert die Haare nicht und beeinflusst das Stylingergebnis nicht negativ, wie es bei manch anderen Produkten der Fall ist. Oft werden meine Wellen in Verbindung mit anderen Leave-in Treatments nämlich nichts und die Haaren hängen dann platt herunter.

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Nach dem Föhnen mit der Rundbürste von Regincos oder Locken mit meinem liebsten Waving Wand verpasse ich meinen Haaren den letzten Schliff mit einer Art Versiegelungscreme für die Spitzen, nämlich dem neuen Split End Repair mit biologischem Nangai Öl. Damit kann man den nächsten Frisörbesuch noch ein wenig hinauszögern, denn die Creme glättet und repariert optisch kaputte Spitzen bis zur nächsten Haarwäsche. Das leichte Fluid fettet nicht und man spürt es kaum in den Haaren – der Effekt ist aber toll! Ich glaube, ich habe meine Geheimwaffe gefunden, um den Spliss, der sich bei mir nur im Winter durch besagte Wollpullis, Kälte, Heizungsluft und die Reissverschlüsse an meiner Lieblingsjacke zeigt, zu vermeiden.

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– In freundlicher Zusammenarbeit mit Aveda – 

8 Comments

  1. Sassi Dezember 1, 2016 / 12:51 pm

    Liebe Ari,

    oh je. Ich kann sehr gut nachempfinden, wie unschön es ist, wenn man immer mehr Haare in der Hand anstatt auf dem Kopf hat. Ich war/bin zwar nicht schwanger, aber meine Haare sind nachdem ich letztes Jahr (Sep.) meine Pille abgesetzt habe nur noch ein Alptraum. Seit einem Jahr kämpfe ich nun mit Haarausfall, ganz starker Schuppenbildung, Juckreiz und unglaublich fettigem Haar. Die „Vogelnester“ habe ich auch und richtig lange Haare gehen nun gar nicht mehr. Allerdings habe ich auch so schon unglaublich feines und leider auch super wenig Haare. Wenn ich einen Zopf machen möchte, ist eigentlich jedes Haargummi zu groß ;) Mir wurde derzeit von Kevin Murphy die Plumping-Serie empfohlen. Allerdings muss ich mir die Haare immer zwei Mal waschen. Zuerst mit einem Anti-Schuppen-Shampoo aus der Apotheke und danach dann mit „normalem“ Shampoo. Das geht unglaublich ins Geld und dennoch bringt es nicht viel. Vielleicht probiere ich deine Serie auch mal aus. Meine Hautärztin hat mir übrigens einen Tipp gegeben. Bei hormonell bedingtem Haarausfall soll „Regaine für Frauen“ wirklich Wunder wirken. Dieser Schaum wird auf die Kopfhaut aufgetragen. Ist natürlich teuer, aber solange man ihn nimmt, soll er angeblich das Haarwachstum wirklich anregen. Ich bin mittlerweile kurz davor, die Pille wieder zu nehmen, da ich auch (mit 34) neben dem Haarproblem eine ganz starke Akne bekommen habe. Falls ich es doch noch eine Zeit aushalte, probiere ich den Schaum wohl auch mal aus. Halte durch und hab eine schöne Adventszeit mit deinen Liebsten, Sassi <3

  2. Julia Dezember 1, 2016 / 1:53 pm

    Ich war auch immer großer Aveda Fan, habe dann in der Schwangerschaft La Biosthetique für mich entdeckt. Mein Friseur benutzt nur diese Produkte. Da ich immer mit fettigem und schuppigem Ansatz und trockenen Spitzen zu kämpfen hatte, habe ich beim Friseur eine Kopfhautanalyse machen lassen. Seit dem achte ich bei den Shampoos eher darauf was sie mit der Kopfhaut anstellen und gebe in die Längen eine Haarkur oder massiere ein Öl ein. Muss seit dem nur noch alle 3 Tage die Haare wachen (früher täglich), an deine 5-7 Tage Routine werde ich eher nicht ran kommen :-P habe aber auch lange gebraucht einen guten Friseur zu finden der sich wirklich auskennt! Das ist fast schon die halbe Miete!

    • Madlen Dezember 1, 2016 / 5:27 pm

      Hej Julia,

      um welchen Frisör handelt es sich denn? Einer aus Berlin?

      Liebe Grüße
      Madlen

      • Julia Dezember 2, 2016 / 5:41 pm

        Ne sorry, wohne in Regensburg. Aber auf der Seite von La Biosthetique sind alle Friseure gelistet die mit den Produkten arbeiten. Vielleicht ist da auch einer dabei der eine Kopfhautanalyse in Berlin macht!
        Liebe Grüße!

        • Claudi Dezember 6, 2016 / 3:13 pm

          Hallo Julia,
          komme auch aus Regensburg ;) Welcher Friseur ist das denn?
          Danke & liebe Grüße

  3. Anne Charlotte Dezember 1, 2016 / 7:31 pm

    Ich kann dich so so gut verstehen. Ich habe auch Haarausfall. Seit der Geburt. In der Schwangerschaft waren meine Haare ein Traum. Da sind mir nur sehr Wenige ausgegangen. Und nun? Nun habe ich auch ständig viele Haare in der Bürste. Ich hoffe, das legt sich bald wieder. Ich wasche meine Haare alle 3 Tage. An deine 5-7 Tage Routine werd´ auch ich wohl eher nicht rankommen. Sind sie dann sehr fettig? Du hast mich ja damals mit der Rahua Haarpflegeserie angefixt und was soll ich sagen? Ich bin begeistert von den Produkten und benutzen sie seither. Das Arganöl von Merme lieb´ ich auch. Ich machs immer in die feuchten Spitzen. Nur ein ganz paar wenige Tropfen reichen aus. Seitdem sind meine Spitzen nicht mehr so trocken.

    Ach, und noch was. Machst du wieder einen Weihnachts Gift Guide? Vielleicht diesmal auch für Kinder? Das wäre toll! Dieses Jahr bin ich nämlich irgendwie so planlos, was ich unserer Tochter schenken könnte…
    Liebe Grüße & eine schöne Adventszeit, Anne

  4. Verena Dezember 3, 2016 / 9:46 am

    Liebe Ari,
    mich plagt genau das gleiche Problem nach der Geburt meiner beiden Töchter.
    Ich bin traurig über meine Geheimratsecken und den Haarausfall rund ums Gesicht. zudem finde ich es auch recht schwierig das zu verbergen. Machst du da gezielt etwas gegen? Meine Sorge ist, dass sich das auch mit der Zeit nicht wieder normalisiert. Es wachsen zwar wieder Haare nach, allerdings längst nicht so viele wie vorher.
    Liebe Grüße
    Verena

  5. Jule März 29, 2017 / 9:25 pm

    Hallo
    Ja die Haarpflege ist vor allem im Winter sehr wichtig. Vor allem beim Gläten udn Föhnen und allem drum und dran ist die richtige Haarpflege notwendig. Vor allem im Winter werden die Haare so schnell trocken und sehen unschön aus…Diese Produkte von Aveda kenne ich nicht, werde ich aber sehr gerne ausprobieren.

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