TRAVEL DIARY // EN ROUTE TO LAS VEGAS VIA MOJAVE DESERT & JOSHUA TREE

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Gestern ging es von Palm Springs auf nach Las Vegas. Die Fahrt sollte die erst längere Etappe unseres Roadtrips werden. Gute vier Stunden Fahrtzeit sind zwar keine Ewigkeit, aber mit Alma, die Autofahrten hasst und gern mit andauerndem Geschrei kommentiert, war uns ein wenig Bange. Da sie kurz vor Joshua Tree eingeschlafen war, wurde aus dem Stop leider nichts. Die Aussicht auf eine (teilweise) ruhige Fahrt war einfach zu verlockend.

Zum ersten Mal auf unserer Reise sollten wir in den folgenden Stunden eine wirkliche Idee davon bekommen, in was für einem riesigen Land wir uns bewegen. Plötzlich kamen uns nur noch alle fünf Minuten Autos entgegen. Und die Straßen schienen sich im Horizont zu verlieren. Hinter, neben und vor uns weites, flaches Land, das sich an den Rändern zu kleinen Gebirgen auftürmt, die höchsten Spitzen weiß von Schnee und um uns herum 35 Grad Celsius.

Luca liebt zur Zeit die Hörspiele von Yakari. Als wir ihr erzählten, dass hier vor vielen Jahren vielleicht auch mal Indianer mit ihren Teepees durch die Wüste zogen, war sie sofort Feuer und Flamme, hielt die Augen auf und vermutete in jeder Höhle Yakari und seine Freunde. Beste Unterhaltung und endlich eine Fahrt ohne iPad und Co.

Der absurdeste Anblick waren die unfassbar langen (und langsamen) Güterzüge, die an manchen Stellen parallel zu unserer Route schnaufend vorbeizogen. Das müssen Kilometer an Waggons gewesen sein.
Am liebsten hätten wir alle paar Minuten angehalten und Fotos gemacht.
Selten hat uns die umgebende Landschaft so inspiriert. Mitten in der Mojave Wüste zu stehen, vertrocknende, kleine Salzfelder um uns herum und eine Stille, die wir noch nie gehört haben, war unbeschreiblich.

Langsam wurde es dunkel und weit und breit kein Zeichen von Zivilisation. Als dann mit dem letzten, kleinen Rest Tageslicht der Abzweig auf die Interstate 15 kam und plötzlich wieder Scheinwerfer unzähliger Autos zu sehen waren, war es ein Gefühl, als tauchten wir auf. Die Ruhe war vorüber, die Dunkelheit wich einem Lichtermeer und dann kam bald auch schon der glitzernde Wahnsinn namens Las Vegas in Sicht.

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2 Comments

  1. Neele April 7, 2017 / 9:05 am

    Wow, das hört sich wirklich unbeschreiblich an! Wir wollten ja dieses Jahr eigentlich genau die gleiche Tour machen, leider wurde daraus nichts. Wenn ich deinen Bericht so lese und die tollen Bilder anschauen, müssen wir das aber dringend nachholen. Eine super schöne und entspannte Zeit euch noch und liebe Grüße aus dem sonnigen Freiburg, Neele

  2. Nata April 7, 2017 / 11:44 pm

    Sehr schöner Text und traumhafte Bilder

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